Die Stadtwerke Bielefeld zählen zu den größten kommunalen Energieversorgern Deutschlands. Mit der Größe des Netzgebiets wächst die Zahl paralleler Baumaßnahmen und der beteiligten Dienstleister im Tiefbau. Kalkulation, Leistungsverzeichnis, Aufmaß, Abrechnung, Baustellendokumentation und Terminabstimmung müssen über viele Projekte hinweg zuverlässig zusammenspielen.
Die Stadtwerke Bielefeld setzen dabei seit Jahrzehnten auf eine systematische, softwaregestützte Abwicklung. Bereits in den 1990er Jahren führte das Unternehmen Sysbau ein, den Vorläufer von Felix. Sysbau ermöglichte erstmals eine durchgängige Kalkulation und Bauleistungsabrechnung, also die Abrechnung der tatsächlich erbrachten Bauleistungen auf Basis vereinbarter Positionen und Preise.
Mit steigenden Anforderungen an Tempo, Nachvollziehbarkeit und Zusammenarbeit mit externen Partnern rückten mehrere Themen in den Fokus:
Felix bildet bei den Stadtwerken Bielefeld das kaufmännische Rückgrat im Netzbau. Über Kalkulationsmodelle in Felix, also vordefinierte, bedienerfreundliche Eingabemasken, entsteht ein vollständiges Projektleistungsverzeichnis mit wenigen Eingaben. Mit dem Fremdaufmaß erfassen die beauftragten Dienstleister ihr Aufmaß direkt in Felix. Das Aufmaß ist die Feststellung der tatsächlich ausgeführten Mengen als Grundlage der Abrechnung.
Digitales Nachtragsmanagement: Mit derselben Felix-Berechtigung, die der Dienstleister für Aufmaß und Bauleistungsabrechnung nutzt, stellt er auch Nachtragsanträge. Felix legt den Antrag den zuständigen Berechtigten zur Bearbeitung vor. Rückfragen werden im integrierten Chat geklärt und sind für alle Berechtigten einsehbar und dokumentiert. Die Entscheidung erfolgt entsprechend der hinterlegten Freigabestufen und wird über Felix an den Dienstleister übermittelt. Die offizielle Bestellung folgt im Anschluss.
Workform, die Low-Code-Lösung von CRP für digitale Formulare, digitalisiert die Baustellendokumentation. Eingebaute Logikprüfungen verhindern Fehleingaben. Da Workform Daten aus beliebigen Quellen abrufen kann, sind in Felix erfasste Projektdaten bei der Projektanlage bereits vorbefüllt. Der Tiefbau muss deutlich weniger tippen.
Auf Basis der Workform-Apps entstanden zwei weitere Anwendungen:
Die Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken Bielefeld und CRP ist über viele Jahre gewachsen. Auf die Einführung von Sysbau in den 1990er Jahren folgten bald die Modelle, bei denen Bielefeld erneut zu den ersten Anwendern gehörte.
2001 reisten Kolleginnen und Kollegen aus Bielefeld gemeinsam mit dem CRP-Team im Nachtzug nach Wien. Zusammen mit den Wiener Netzen entstand dort das Fremdaufmaß, mit dem Dienstleister ihr Aufmaß selbst erfassen.
In den vergangenen Jahren war Bielefeld führend beim Einsatz von Workform und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Workform um die Workform-Apps erweitert wurde. Nachtragsmanagement, Bauzeitenplaner und Bauzeitenerfassung sind Ergebnisse dieser gemeinsamen Weiterentwicklung.
Mit Felix und Workform hat Bielefeld den Netzbauprozess an zahlreichen Stellen produktiver und transparenter gestaltet:
Bielefeld arbeitet weiterhin an der Optimierung des Netzbauprozesses.
Die Datenanalyse wurde schon vor einiger Zeit durch Integration der Felix-Daten mit SAP-Daten verbessert. Seit kurzem ist auch NAVA als 3D-App in Bielefeld im Einsatz und hat eine Schnittstelle zu Felix für Dokumentation.
Die Emergy Führungs- und Servicegesellschaft mit Sitz in Velen wurde im Jahr 2018 von den Städten Borken und Coesfeld gegründet. Unter ihrem Dach arbeiten die Stadtwerke Borken und die Stadtwerke Coesfeld zusammen.
Für CRP ist Emergy damit gleichzeitig ein neuer und ein sehr langjähriger Kunde. Die Stadtwerke Coesfeld setzen Felix bereits seit den 1990er Jahren ein. Aufgrund dieser guten Erfahrungen fiel bei der Gründung der Emergy die Entscheidung, Felix in der gesamten Organisation einzuführen, also auch bei den Stadtwerken Borken.
Die Ausgangslage war damit anspruchsvoll: Zwei Stadtwerke mit eigener Historie, eigenen kaufmännischen Systemen und eigenen Abläufen sollten im Netzbau auf einer gemeinsamen Softwarebasis zusammenarbeiten.
Emergy nutzt Felix als zentrale Software für den Netzbau beider Stadtwerke. Felix ist über Schnittstellen sowohl an das Navision Borken als auch an das Navision Coesfeld angebunden. Daten fließen damit direkt in das jeweils zuständige kaufmännische System.
Die organisatorische Trennung wird über zwei Buchungskreise abgebildet. Ein Buchungskreis ist eine eigenständige buchhalterische Einheit, in der Projekte und Buchungen getrennt geführt werden. So bleiben die Projekte von Borken und Coesfeld klar voneinander abgegrenzt, obwohl alle in derselben Felix-Umgebung arbeiten.
Für die Außendarstellung stehen getrennte Reports mit unterschiedlichen Logos zur Verfügung. Dokumente für Kunden und Baufirmen tragen damit immer das Erscheinungsbild des jeweils zuständigen Stadtwerks.
Im Arbeitsalltag deckt Felix bei Emergy die Kalkulation von Baumaßnahmen sowie das Aufmaß ab. Beim Aufmaß werden die tatsächlich erbrachten Leistungen und Mengen erfasst. Diese Aufmaße werden in Felix anschließend in Gutschriften umgesetzt. Im Gutschriftverfahren erstellt der Auftraggeber die Abrechnung für die ausführende Firma selbst, statt auf deren Rechnung zu warten.
Ergänzend ist Workform im Einsatz.
Mit der Gründung der Emergy im Jahr 2018 wurde Felix aus Coesfeld in die Gesamtorganisation übernommen. Die langjährige Erfahrung der Coesfelder Mitarbeitenden mit Felix bildete dabei eine stabile Grundlage für die Einführung in Borken.
Zentrale Aufgaben der Umsetzung waren die Anbindung beider Navision-Systeme, die Einrichtung der zwei Buchungskreise und die Gestaltung der standortspezifischen Reports.
„Als innovativer, lokaler Versorger unterstützen uns Felix und Workform dabei, dass wir uns auch mit begrenzten Ressourcen weiterentwickeln können."
Lisa Kühl, Einkauf / Lager, Emergy Führungs- und Servicegesellschaft
Im Moment ist der Fokus von Borken Coesfeld auf der Einführung von Workforms als Baustellendokumentation für die ganze Unternehmensgruppe
In einer Welt, in der Softwarezyklen immer kürzer werden, ist Kontinuität ein seltenes Gut. Die Stadtwerke Brandenburg setzen bereits seit den 1990er Jahren auf Felix von CRP. Was als Lösung für die damals beginnende Digitalisierung der Bauabrechnung startete, damals noch als Sysbau, ist inzwischen eine etablierte Software in allen Sparten der Stadtwerke Brandenburg.
Stadtwerke stehen vor der komplexen Aufgabe, Bauleistungen in den Bereichen Strom, Gas, Wasser und Fernwärme präzise mit externen Dienstleistern abzurechnen. Dabei müssen regulatorische Vorgaben, technische Standards und kaufmännische Genauigkeit Hand in Hand gehen. Die Stadtwerke Brandenburg benötigten ein System, das mit ihren wachsenden Anforderungen mitwächst, und das sowohl für Hausanschlüsse, als auch für große Längsverlegungen nutzbar ist.
Seit der Einführung in den 90ern hat Felix alle technologischen Sprünge begleitet. Die Stadtwerke nutzen die Software als Bindeglied zwischen technischem Aufmaß und kaufmännischer Buchhaltung.
Sehr relevant ist dabei auch, dass Felix sich durch seine sehr hohe Anpassungsfähigkeit an den Prozess der Stadtwerke anpasst und nicht umgekehrt.
Durch seinen Fokus auf den Netzbau bei Stadtwerken versteht Felix die Besonderheiten der Stadtwerke-Branche, wie z.B. komplexe Leistungsverzeichnisse, Preislisten, Zuschläge / Abschläge, etc.
Insbesondere die Möglichkeit zur Kostenverteilung auf kostenarten und Aufträge, sowohl auf der Ebene der Teilmaßnahme, als auch bei den einzelnen Leistungserfassungen.
Auch die Dienstleister / Tiefbauer können in Felix direkt arbeiten und die Aufmaße mit betreuen. Der Prozess ist damit digital, dokumentiert, nachvollziehbar bei reduzierter Arbeit.
„Die Zusammenarbeit mit CRP und der Einsatz von Felix über nunmehr drei Jahrzehnte
ist für uns mehr als nur eine Software-Nutzung – es ist eine strategische Partnerschaft.“
Die WSW Energie & Wasser AG aus Wuppertal arbeitet seit vielen Jahren mit Felix von CRP. Mit Ausnahme sehr großer Kanalprojekte werden alle Netzbau-Projekte der WSW mit Felix kalkuliert und abgerechnet. Aus den Anforderungen der WSW heraus entstand das Felix-Modul Rechnungsverwaltung, mit dem die WSW bis heute die Rechnungen für ihre Tiefbauer erstellt.
Der Einsatz von Felix bei der WSW wird kontinuierlich weiterentwickelt. Geplant ist unter anderem der Ausbau der Rechnungsverwaltung, etwa um die interne Erstellung von Gutschriften. Damit wird der Rechnungsprozess rund um die Zusammenarbeit mit Tiefbauern weiter geschlossen.
Das Beispiel der WSW zeigt zwei Aspekte, die auf andere Stadtwerke übertragbar sind: Erstens, wie ein Netzbau-Software-Standard wie Felix nahezu alle Projekttypen eines Versorgers abdecken kann, von der Kalkulation bis zur Abrechnung. Zweitens, wie kundenseitige Anforderungen – hier rund um die Tiefbauer-Rechnung – in ein eigenes Felix-Modul münden können, das anschließend auch anderen Anwendern zur Verfügung steht. Ergänzende Eigenentwicklungen wie Access-Tools für Reports oder GAEB-Aufbereitung sind ein typisches Muster, mit dem Stadtwerke Felix nah an ihre Arbeitsweise andocken.
Die Zusammenarbeit zwischen den Wiener Netzen und CRP rund um Felix besteht inzwischen seit mehr als 30 Jahren. In dieser Zeit ist sie nicht stehengeblieben, sondern hat sich kontinuierlich weiterentwickelt.
In den ersten Jahren stand das Thema Kalkulation im Mittelpunkt. Später kamen Aufmaß und Bauleistungsabrechnung hinzu. Als Felix in dieser Zeit als eines der ersten Programme seiner Art von einer Client-Server- auf eine webbasierte Architektur wechselte, fiel auch früh die Entscheidung, die Fremddienstleister, in Österreich als Kontrahenten bezeichnet, direkt in Felix einzubinden.
Mit dem wachsenden Anspruch der Wiener Netze an ihre IT-Landschaft erhielt Felix zudem Schnittstellen zu den SAP-Systemen des Unternehmens. Grunddaten fließen damit nach Felix, Finanzdaten aus Felix zurück nach SAP.
Der laufende Betrieb ist damit gut aufgestellt. Die nächsten Entwicklungen stehen bereits an: die Herstellung der ONLV-Schnittstelle, Schnittstellen zu weiteren Systemen der Stadt Wien und der Stadtwerke sowie Möglichkeiten zur verstärkten Nutzung von Felix direkt auf der Baustelle. Die Wiener Netze entwickeln sich weiter, und Felix wird diese Entwicklung unterstützen.
Die Städtischen Werke Spremberg (Lausitz) GmbH nutzen Felix von CRP seit 2019 für die Kalkulation von Hausanschlussangeboten. Was als Einstieg in ein konkretes Prozessthema begann, hat sich schrittweise auf weitere Bereiche ausgeweitet. Das Beispiel zeigt, wie ein kleineres Stadtwerk mit begrenzten Ressourcen einen klaren Nutzen aus der Software ziehen kann.
Projektbeschreibung
Projekt-Details
Herausforderungen
Spremberg hatte dabei eine interessante Lösung gefunden, um die Einführung zu unterstützen. Die Auswahl der Software wurde durch die Durchführung einer Diplom-Arbeit unterstützt. Wichtige Zuarbeiten und Analysen konnten so den Kollegen zugearbeitet werden. Herr Nennewitz hatte sich dabei schon als Student sehr tief eingebracht und den Prozess und die Anforderungen der Stadtwerke gut den Möglichkeiten der Software gegenübergestellt.
Lösungen
Technologien
Kundenstimme
„Felix ist einfach genug, dass man auch als kleineres Stadtwerk damit zurechtkommt, wenn ein Mitarbeiter bereit ist, sich damit zu beschäftigen."
— Bill Nennewitz, Städtische Werke Spremberg (Lausitz) GmbH
Relevanz für andere Stadtwerke
Das Beispiel Spremberg richtet sich an kleinere und mittelgroße kommunale Energieversorger. Es zeigt, dass Felix auch ohne große IT-Abteilung oder umfangreiches Einführungsprojekt einen konkreten Nutzen liefert. Der Einstieg über die Hausanschluss-Kalkulation ist ein typischer erster Schritt, auf den sich weitere Prozesse wie Aufmaß und Reporting aufbauen lassen.
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