Felix bekommt eine neue Generation. Die Netzbau-Software von CRP erhält eine komplett neue Oberfläche und ein modernes Framework Blazor. Für Anwender in Energieversorgungsunternehmen und Stadtwerken ist dabei eine Nachricht besonders relevant: Die Kerndaten bleiben kompatibel, ein separates Datenmigrationsprojekt ist nicht erforderlich.
Felix 3.0 befindet sich aktuell in der Einführungsphase. Der folgende Überblick zeigt, welche Neuerungen die Version mitbringt und was sie für den Arbeitsalltag im Netzbau bedeutet.
Felix 3.0 wechselt auf das moderne Web-Framework Blazor und löst damit die bisherige ASP.NET-Basis ab. Das Ergebnis ist eine Anwendung, die sicherer und langfristig zukunftsfähig aufgestellt ist. Die Oberfläche ist tablet- und mobilfähig und passt sich an unterschiedliche Bildschirmgrößen und -ausrichtungen an. Über einen Schnellzugriff stehen Profil, Konfiguration und Hilfedokumente direkt bereit, ergänzt um einen Dunkelmodus und einen kontrastreichen Anzeigemodus für bessere Lesbarkeit.
Zentrale Neuerung im Arbeitsalltag ist das Cockpit. Es zeigt nicht nur die zuletzt bearbeiteten Projekte als Kacheln an, sondern auch Reports, etc. Es ermöglicht zudem den direkten Ein-Klick-Zugang in das zuletzt geöffnete Projekt. Der Wechsel des Buchungskreises (die kaufmännische Organisationseinheit, der ein Projekt zugeordnet ist) braucht nur noch einenKlick. Für die Projektübersicht stehen weiterhin eine Listenansicht und eine Kartenansicht zur Verfügung, CSV-Export und Standard-Reports sind integriert. In der Praxis fällt zudem die spürbar höhere Performance gegenüber Felix 2.6 auf.
Mit „Hey Felix" bringt Version 3.0 ein KI-gestütztes Reporting mit. Auswertungen lassen sich damit ad hoc erzeugen, also direkt aus einer Anfrage heraus, ohne vorbereiteten Report-Aufbau. Ergänzend werden die Modellmassen (die aufmaßrelevanten Mengen im Netzbaumodell) künftig direkt in der Modellansicht sichtbar, ein von Anwendern häufig gewünschtes Detail.
Der Betrieb als SaaS-Lösung (Software as a Service, Bereitstellung über die Cloud) ist das erklärte Ziel von Felix 3.0. Damit kann der Benutzer besser unterstützt werden, und der Support-Aufwand wird reduziert. Gleichzeitig bleibt der Betrieb On-Premises, also im eigenen Rechenzentrum, weiterhin möglich. Weil die Kerndaten kompatibel bleiben, entfällt der Aufwand eines klassischen Migrationsprojekts. Der Umstieg konzentriert sich damit auf die neue Oberfläche und die Technologiebasis, statt auf eine aufwendige Datenüberführung.
Der Rollout von Felix 3.0 startet im Verlauf des Jahres, die vollständige Einsatzbereitschaft ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Der Umstieg soll dabei deutlich schneller ablaufen als seinerzeit der Wechsel von Felix 2.5 auf 2.6. Ein Parallelbetrieb von 2.6 und 3.0 ist grundsätzlich möglich, mit gewissen Einschränkungen durch laufende Weiterentwicklungen.
Felix 3.0 modernisiert Oberfläche und Technologie, ohne die gewohnte Datenbasis anzutasten. Für Energieversorger bedeutet das einen zeitgemäßen, mobilfähigen Zugang zur Netzbau-Software bei überschaubarem Umstellungsaufwand. Erste Einblicke in Felix 3.0 gab CRP im Rahmen der Anwenderrunden.
Die CRP Anwenderrunden bieten regelmäßig Raum für Praxisbeispiele und Austausch zu Themen wie Rechtekonzepten und Fremdaufmaß in EVUs und Stadtwerken.
Vielen Dank an alle Teilnehmer:innen.
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