Viele Funktionen in Fachanwendungen sind seit Jahren verfügbar, werden im Tagesgeschäft aber nicht konsequent genutzt. Bei der CRP Anwenderrunde am 06.03.2026 ging es deshalb um Felix Features, die Energieversorgungsunternehmen (EVUs) mit eigenem Netzbetrieb und Stadtwerke schon seit einiger Zeit zur Verfügung stehen, aber potentiell nicht bekannt sind.
Das Fragezeichen‑Icon oben links in Felix ermöglicht eine personalisierbare Hilfe. EVUs können dort eigene Inhalte hinterlegen, zum Beispiel PDFs, Bilder oder Video‑Anleitungen. (Fragezeichen erst sichtbar, wenn Infos hinterlegt)
Der Vorteil ist operativ: Dokumentation liegt dort, wo sie gebraucht wird, im System und entlang konkreter Arbeitsschritte. Das senkt Rückfragen im Team, erleichtert das Onboarding neuer Mitarbeitender und reduziert den Supportaufwand.
Wichtig für die Praxis: Für die Aktivierung bzw. Einrichtung ist in der Regel eine Konfiguration durch den Support erforderlich.
Ein zentrales Feature ist das E‑Mail‑Archiv in Felix. Es sammelt alle vom System versendeten E‑Mails.
Der Nutzen für Stadtwerke und Netzbetreiber:
Das Archiv kann E‑Mails aus unterschiedlichen Quellen erfassen (z. B. Workforms, Benachrichtigungen, Freigabeprozesse).
Ergänzend wurde ein integrierter Datei‑Browser vorgestellt, der definierte Ordnerstrukturen zugänglich macht, etwa für Materiallisten, Zertifikate oder projektspezifische Dokumente.
Auch hierbei ist das Rechte- und Rollenkonzept von Felix aktiv, sprich der Inhalt ist nur für die Personen sichtbar, die ihn sehen sollten.
Dokumentation wurde in der Anwenderrunde klar als Prozess verstanden: rechtliche Grundlagen, definierte Rollen und sauber abgegrenzte Kategorien sind zentral, gerade im Umfeld von Netzbau‑ und Netzanschlussprojekten.
Praxisbeispiel: Umsetzung eines strukturierten Dokumentationsprozesses mit DOXXIS bei den Stadtwerken Bielefeld.
Wichtig ist dabei: Felix kann auch dann „anschlussfähig“ bleiben, wenn ein DMS bereits gesetzt ist. Exemplarisch wurden folgende DMS‑Umgebungen genannt:
Für viele EVUs ist genau diese Integrationsfähigkeit entscheidend: Prozesse sollen in Felix laufen, und Dokumente gleichzeitig revisionssicher, nachvollziehbar und systemkonform abgelegt werden.
Textbausteine wurden als pragmatisches Feature eingeordnet, um Standardtexte konsistent wiederzuverwenden, z. B. in Berichten oder Standarddialogen. Über Kategorien bleiben Inhalte auffindbar und können in mehreren Kontexten genutzt werden.
Für Projekt‑Statuswechsel‑Workflows wurden konfigurierbare E‑Mail‑Benachrichtigungen beschrieben. Grundlage sind Vorlagen und Platzhalter, die Inhalte je nach Status und Kontext automatisch befüllen.
Ergänzend können u. a. folgende Bausteine genutzt werden:
Wichtig für die Einordnung: Das Feature ist als Standardfunktion verfügbar, muss im Rechtemanagement aber ggf. zunächst freigeschaltet werden.
Der Papierkorb wurde als Sicherheitsnetz für gelöschte Elemente beschrieben, damit Inhalte bei Bedarf wiederhergestellt werden können.
Aus der Praxis kam der Wunsch, die Aufbewahrungsdauer künftig konfigurieren zu können, weil eine flexible, nachvollziehbare Wiederherstellung im Alltag (und im Fehlerfall) echten Mehrwert schafft.
Große Projekte in Felix können hunderte Teilmaßnahmen beinhalten. Schon abgeschlossene Teilmaßnahmen können dabei im Weg sind, es ist daher jetzt möglich, sie herauszufiltern..
Danke an alle Teilnehmenden für die Praxisfragen und die Einordnungen aus dem Alltag.
Vielen Dank an Jochen Crombach für diese Information.
Der CRP‑Anwendertag 2026 findet am 18.–19.03.2026 in Bodenheim bei Mainz statt. Infos und Anmeldung:
Regelmäßiger Praxis‑Austausch zu Felix, Workform und Netzbauprozessen:
https://crp.de/aktuelles/jeden-freitag-anwenderrunde-zu-felix-online-30-minuten
Updates zu Praxisbeiträgen, Terminen und Best Practices. Anmeldung: