Reports sind in Felix das Werkzeug, mit dem Mengen, Kosten und Projektdaten in auswertbare Dokumente und Druckvorlagen überführt werden. In der Felix Anwendergruppe am 12.06. zeigte sich zuletzt ein klarer Trend: Viele Netzbetreiber und Baufirmen möchten ihre Auswertungen stärker selbst gestalten, statt ausschließlich auf vorgefertigte Standard-Reports zu setzen.
Gleichzeitig rückt die Frage in den Vordergrund, wie KI-Werkzeuge die Report-Entwicklung vereinfachen. Der folgende Beitrag fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen: vom aktuellen Stand des Reportings über den praktischen Anpassungs-Workflow bis zur KI-Integration in Felix.
Ein großer Teil der Anwender nutzt bislang Standard-Reports von CRP, die teilweise nur im Design angepasst wurden. Einzelne Anwender entwickeln ihre Auswertungen bereits vollständig selbst und setzen kaum noch auf Standardvorlagen. In anderen Häusern sind die technischen Voraussetzungen vorhanden, eigene Anpassungen wurden aber noch nicht umgesetzt.
Quer durch die Gruppe zeigte sich derselbe Wunsch: eine verständliche Einführung, wie sich kleine Designanpassungen an Reports selbst vornehmen lassen, etwa beim Logo, bei Schriften oder beim Layout. Hierzu wird es einen Termin geben am 18. September 2026
Jeder Report in Felix besitzt eine XML-Datei, die seine Grundstruktur beschreibt. Darin liegen Kopfdaten, eine GUID (eine eindeutige Kennung des Reports), Parameter und die Datenbankabfragen (Queries). Diese Datei ist der Ausgangspunkt jeder Anpassung.
Crystal Reports ist das Designwerkzeug, mit dem sich Layout, Logo und Schriften gestalten lassen und in dem Datenbankfelder per Drag & Drop zugeordnet werden.
Auch lokales Testen ist damit möglich
Der typische Workflow folgt fünf Schritten: Ziel definieren, einen passenden Report suchen, die XML-Parameter anpassen, das Layout in Crystal Report gestalten und das Ergebnis testen. In der Runde wurde ergänzt, dass Reports viele wenig bekannte Möglichkeiten bieten, darunter der automatisierte E-Mail-Versand, die Formatierung von Dateinamen und der Kontextexport gemeinsam mit den zugehörigen Felix-Projekten.
Ein praktisches Beispiel aus der Gruppe: Ein Anwender entwickelte einen neuen Report zur Gegenüberstellung von Aushub- und Verfüllmengen mithilfe eines KI-Assistenten. Dazu wurde die XML-Datei des Reports hochgeladen, die Anforderung in Worten beschrieben und der Report anschließend iterativ angepasst.
Ein zweites Beispiel war eine Flächenberechnung, bei der Länge und Breite nach Oberflächentyp ausgewertet wurden. Hier half die KI dabei, die tabellarische Darstellung umzustrukturieren, sodass die Werte nicht mehr untereinander, sondern nebeneinander ausgegeben wurden.
Die Kernbotschaft beider Beispiele: Auch ohne tiefe Programmierkenntnisse lassen sich Reports mit KI-Unterstützung weiterentwickeln. Das senkt die Hürde, eigene Auswertungen zu erstellen, deutlich.
Vielen Dank an MartinRichlik von den Wiener Netzen.
Auf der Anwenderkonferenz 2025 entstand die Idee, einen Report per Spracheingabe zu formulieren und als Dashboard-Ansicht zu speichern. Diese Funktion unter dem Namen „Hey Felix" wurde 2026 bereits demonstriert und weiterentwickelt. Felix kann auf dieser Basis etwa auch einen Preisspiegel auf Anfrage erstellen, also eine Übersicht zum Vergleich von Angebotspreisen.
Als nächster Entwicklungsschritt ist geplant, KI-Methoden direkt in den Report Developer zu integrieren, um beim Debuggen, also beim Auffinden und Beheben von Fehlern, zu unterstützen.
Für das Reporting sind zwei Folgetermine vorgesehen: ein Live-Workshop im September oder Oktober, der die KI-gestützte Report-Anpassung Schritt für Schritt zeigt, sowie ein separater Termin zu Standard-Reports und Report Developer 18.09.2026
Die CRP Anwenderrunden bieten regelmäßig Raum für Praxisbeispiele und Austausch zu Themen wie Prozessharmonisierung und Systemintegration in EVUs und Stadtwerken.
Vielen Dank an alle Teilnehmer:innen, insbesondere an Hermann Bokjans von MLG für den offenen Einblick in das Projekt.
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