Die Wärmewende gelingt nur mit leistungsfähigen und intelligenten Netzen. Für Betreiber von Wärmenetzen, Stadtwerke und Kommunen stellt sich damit eine zentrale Frage: Wie lässt sich die Digitalisierung thermischer Netze im Betriebsalltag umsetzen, und welchen wirtschaftlichen Nutzen bringt sie? Antworten darauf gibt die Dialogveranstaltung „Thermische Netze digitalisieren in der Praxis" am 28. September 2026 am Energie Campus Nürnberg.
Im Mittelpunkt stehen erprobte Lösungen, die zeigen, wie Betreiber die Digitalisierung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg nutzen. CRP Informationssysteme unterstützt die Veranstaltung als Partner, weil die Digitalisierung von Prozessen bei Energieversorgern mit eigenem Netz seit Jahren zum Kern der eigenen Arbeit gehört.
Ein thermisches Netz, also ein Wärme- oder Kältenetz, verteilt Energie von zentralen oder dezentralen Erzeugern zu den Verbrauchern. Mit dem Umbau der Wärmeversorgung steigen die Anforderungen an diese Netze deutlich. Erneuerbare Quellen, schwankende Einspeisung und neue Wärmelieferanten wie industrielle Abwärme aus Rechenzentren machen den Betrieb komplexer. Ohne digitale Werkzeuge lassen sich diese Anforderungen kaum wirtschaftlich beherrschen. Genau hier setzt die Veranstaltung an und bringt Forschung, Betreiber und Technologieanbieter zusammen, um den Transfer aus der Wissenschaft in die betriebliche Umsetzung zu beschleunigen.
Digitale Werkzeuge wirken an mehreren Stellen zugleich. Sie senken die Betriebskosten, weil sich Vorlauftemperaturen und Lastverteilung präziser steuern lassen. Sie erhöhen die Effizienz des Netzes, indem Verluste sichtbar und reduzierbar werden. Und sie erleichtern die Einbindung erneuerbarer Energien sowie industrieller Abwärme in bestehende Strukturen. Für Betreiber ergibt sich daraus ein doppelter Effekt: geringere Kosten im laufenden Betrieb und eine bessere Grundlage für den klimaneutralen Umbau der Wärmeversorgung.
Die Veranstaltung konzentriert sich auf fünf Themen, die für die Praxis besonders relevant sind:
Den fachlichen Rahmen setzen kompakte Keynotes, unter anderem von Kraftringen aus Schweden, der N-ERGIE und dem Fraunhofer IIS. Im Anschluss vertiefen moderierte Workshop-Runden die jeweiligen Keynote-Themen, sodass die Vortragenden direkt für Fragen und fachlichen Austausch zur Verfügung stehen. Ergänzt wird das Programm durch Networking-Pausen und eine begleitende Postersession, in der Projekte in kurzen Pitches vorgestellt werden. Der Aufbau ist damit auf konkreten Austausch und Umsetzungsimpulse ausgelegt.
Angesprochen sind Stadtwerke und Energieversorger, Netzbetreiber, Kommunen, Technologieanbieter und Forschungseinrichtungen. Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:
Die Digitalisierung thermischer Netze ist ein entscheidender Hebel für einen wirtschaftlichen und klimaneutralen Netzbetrieb. Die Dialogveranstaltung in Nürnberg bündelt dazu Praxiswissen, Forschung und konkrete Werkzeuge an einem Tag. Für Betreiber mit eigenem Netz bietet sie eine kompakte Gelegenheit, Umsetzungsimpulse mitzunehmen und den Austausch mit Fachleuten aus dem gesamten Umfeld zu suchen.